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Thema: Rückenmarksquetschung

Hallo!
Ich bin neu hier und bin mir auch nicht so ganz sicher, ob dies das richtige Forum ist.
Aber am besten, ich fang einfach mal an.
Mein Freund hat sich bei einem Motorradunfall die Wirbel Th 11 und Th 12 gebrochen und dabei eine Rückenmarksquetschung erlitten. Er hat viele Ausfälle, kann so zum Beispiel die Beine kaum bewegen. Die Ärzte schickten ihn in Reha, wo er auch noch ist. Machten aber nicht allzu viele Hoffnungen, dass er je wieder gehen kann.
Wer hat Erfahrungen damit und/oder weiß, wie hoch die Chancen sind, dass er doch wieder laufen kann?
Viele Grüße, Xanto

von: Xanto am: 20.09.2011 13:38h
Antworten: 1, Views: 389

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Beitrag (#1) von: Chong am: 10.11.2011 20:33h

Prinzip Hoffnung

Hallo,

muss erst mal überlegen, was man da am besten sagt (Ärzte dürften unter therapeutischen Gesichtspunkten so eine Frage gar nicht bzw. so nebenher beantworten. Habe aber einen super Tag, als Tetra dank neuer Medikamente, Spastik; weiß zudem, was ein wenig Hoffnung auf Heilung bewirken kann; alsdann, mit der Bitte,nie zu vergessen, dass keine QS-Lähmung wie die Andere verläuft:

2005 übersah man bei mir ua. eine 4fach-inkomplette QS-Lähmung. Habe also ohne jedwede Behandlung meine Akutphase im Dämmerzustand zuhause \"ausgelegen\", da ich damals keine 50 meter gehen konnte, ohne dass ich jedwedes Gefühle unterhalb Th7 verloren hätte. (Wobei ich so durch den Wind war wegen einer Hirnblutung, dass ich das gar nicht so richtig mitbekommen habe.)

Nach circa 3 Monaten war ich wieder bei mehreren 100 Metern. Meinen Bestzustand erreichte ich rund 2 Jahre, viel Schwimmen, später; konnte damals wieder km weitgehen; allerdings nie wieder laufen bzw. rennen. Von da ab fing die Tetraspastik an, mich bis 2010 aufzufressen; musste Rente beantragen, da die Spastik mich zuersticken drohte.

Mein Neurologe ist jedoch auf die Superidee gekommen, mich mit rauhen Mengen an Tolperison, Add-On-Antispastika zu versorgen. Und zum 2. Mal hatte und habe ich Riesenglück im Unglück: Von biologischem Lebensalter Sommer 2010 von 70 bin ich wieder auf 40 runterverjüngt worden, da die Medikamente bei mir super wirken. Zusammen mit meinen Bluerocker-Orthesen, meinem BWS-LWS-SWS-Hartschalenkorsett kann ich damit mein Leben in einer Großstadt, gerade so gehend, selbständig bewältigen.

Je nach Schwere der Rückenmarksschädigung, also qualitativ, quantitativ sowie höhenbezogen gedacht, sind die Heilungschancen jedoch immer individuell verschiedene. Ich hatte Riesenglück, dass ich vorher Hobby-Triathlet war, mit 34 im besten Alter, um wieder auf die Beine zu kommen. Zudem habe ich keine vollständige Plegie, bin also trainierbar: Und das ist meines Erachtens der Schlüssel, zum Erfolg, vgl. http://www.michael-teuber.de/




 
 
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