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Thema: Probleme mit Daumengrundgelenk-/ Daumensattelgelenk

Hallo Leute,

ich sitze seit nun mehr 18 Jahren im Rollstuhl. Ich bin ab TH 3/4 komplett gellähmt. Bis letztes Jahr hatte ich eigentlich recht wenig Probleme mit den Händen. November letztes Jahr habe ich nun angefangen mit Rollstuhltanz. Ebenso bin ich mit meinem Lebensgefährten zu "Fuß" viel draußen unterwegs. Und seitdem bekomme ich schleichend immer mehr Probleme mit den daumen. Angefangen hat es am linken Daumen mit Schmerzen. Der erste Orthopäde meinte eine Knochenhautentzüng. Ich sollte eine Kortisonspritze bekommen. Der 2. hat sich bei der Ursachensuche ziemlich Zeit genommen und dann festgestellt, dass ich eine entzündete Gelenkkapsel des Daumensattelgelenkes habe. Ich habe dann Diclac 75mg bekommen für eine Woche. Mit diesen Tabletten sind die Beschwerden recht schnell weg gewesen. Nach Ende der Einnahme waren sie aber genauso schnell wieder da. Mittlerweile hatte ich dann auch Schmerzen im Daumengrundgelenk. Nun gabs noch eine Spritze direkt ins Gelenk. Aber die hat gar nicht geholfen. Dann habe ich es noch mit Wärmetherapie, Kältetherapie, diversen Gels versucht. Mittlerweile nehme ich Kytta-Salbe und verbinde den Daumen über nacht. Das dämmt die Schmerzen ein. Sobald ich jedoch aktiv bin, geht es wieder weiter. Richtig weg waren die Beschwerden nie. Nun hat sich durch dieses Ungleichgewicht in der Benutzung der Hände auch mein rechter Daumen dazu gesellt. Habe jetzt am Dienstag einen Termin in der Handchirurgie. Aber die wollen eben auch immer gleich schnipfeln.
In Langensteinbach meinten der Stationsarzt nur, es wäre höchstwahrscheinlich Überlastung und ich müßte Diclac einfach länger einnehmen. Aber wenn ich mir dann den Beipackzettel durchlese, da habe ich nicht so große Lust dazu. Die Ärzte meinen dann noch schonen der Hände, aber wie soll das bitte schön im Rollstuhl gehen?
Hat von Euch auch schon jemand Probleme mit den Daumengelenken gehabt?? Und wenn ja, wie habt Ihr sie in den Griff bekommen? Vielleicht kann mir ja jemand einen Tip geben.

von: devanane am: 20.09.2008 13:25h
Antworten: 9, Views: 593

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Beitrag (#1) von: Hope am: 20.09.2008 15:03h

Hi Devanane,
hab insofern Erfahrung damit das ich Physio bin und eine Überlastung sowie eine daraus folgende Entzündung und ein Verschleiß des Daumensattelgelenks in unserem Berufszweig sehr häufig zu finden sind. Was dir evtl helfen könnte sind Maßnahmen wie Manuelle Therapie, die die Gelenkbeweglichkeit fördern, den Schmerz lindern und z.B im Sinne einer Traktion für Entlastung sorgen. Das wäre theoretisch über ein KG Rezept möglich, könntest du aber zum Teil auch selber machen (nach Anleitung der KG) Und ansonsten bleibt nur zu sagen, das eine Schonung eigentlich eher Kontraproduktiv wäre, da du ja nach der Schonfrist deine Daumen genauso belastest wie vorher, und mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr schnell die gleichen Probleme auftauchen. Also: Entzündung runterfahren(evtl. tatsächlich mit hilfe einer Cortisonspritze) und dann Muskelaufbau.
Soweit meine Meinung zu dem Thema!Berichte doch mal was noch so an Meinungen zu dem Thema rewinkommt!

LG Hope


Beitrag (#2) von: mambow am: 20.09.2008 16:45h

RE:

ich kann mich Hope nur anschließen. ich hatte selber über 1/2 jahr solche probleme, meine kg hat es mit traktion und ultraschall mit voltaren-gel und viiiiel geduld weggekriegt. vom schnipseln halt ich gar nichts, weil dadurch auch vernarbungen entstehen können. du solltest auch diclac ruhig weiternehmen, dazu auf jeden fall magenschutz (omeprazol). und noch ein rat: schmeiß den beipackzettel ungelesen weg :)
lg und gute besserung
dagmar


Beitrag (#3) von: DaMuANNE am: 22.09.2008 20:09h

RE: RE: Daumengrundgelenk

OP?
Ist denn schon geröntgt worden?
Könnte `ne Rhizarthrose sein, meine ich.
Externer Linkhttp://www.handerkrankungen.de/DSG/

Die konservative Therapie der Behandlung einer Rhizarthrose besteht aus der Ruhigstellung des Gelenkes und Hemmung der Entzündung (Entzündung ohne Bakterien!). Es werden Salbenverbänden (z. B. Voltarensalbe) angelegt und sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Diclofenac (Voltaren) oder Ibuprofen rezeptiert. Auch kann eine Injektion mit entzündungshemmenden Medikamenten (Kortison, NSAR) in das Daumensattelgelenk erfolgen. Die Ruhigstellung erreicht man mit speziellen Schienen, die durch Klettverschluss fixiert werden. Sie stellen das Daumengrund- und Sattelgelenk ruhig. Die Schienen werden zeitweise (nachts, bei Belastung) getragen.
Man kann sich die Schienen von einem guten Orthopädiemechaniker so anpassen lassen, dass man damit trotzdem den Rolli ( wenn auch eingeschränkt) antreiben kann.

Die Schmerzmittel kannst du mit entsprechender Begleittherapie (Magenschutzmedi) ruhig über einen längeren Zeitraum nehmen.
Es gibt auch Kombipräparate z.B. Arthrotec


Beitrag (#4) von: devanane am: 22.09.2008 22:08h

RE: RE: RE: Daumengrundgelenk

Hallo DaMuANNE,

also ein Röntgenbild ist schon gemacht worden. darauf ist nichts zu sehen. eine Rhizarthrose hat der Orthopäde ausgeschlossen. Über Nacht lege ich immer eine Verband an. Das hilft etwas. Aber über den Tag ist es wenig hilfreich. Damit kann ich recht schlecht Rollstuhl fahren. Ich hatte dann noch eine flexible Daumenbandage. Das ist wie ein enger Handschuh,ohne Finger, mit einer Schiene im Daumenbereich. Ich habe sie getragen, mir hat sie geholfen, aber ganz weg ist es damit auch nicht gegangen. Das Problem am Ende war, das die Muskulater des Daumenballens schon zurück gegangen ist.
So habe ich sie nicht mehr getragen.Jetzt trage ich fahrradhandschuhe, da drückt wenigstens der Griffreifen nicht so an den Händen. Mit dem Muskelaufbau, wie hope, oben geschrieben hat, das habe ich mir auch schon gedacht. ich übe ganz langsam mit softbällen, und werde auch verstärkt pnf-Übungen machen. Das hat mir meine KG gezeigt.
Vielen Dank für eure Mitteilungen.
LG devanane


Beitrag (#5) von: devanane am: 30.09.2008 21:40h

RE: RE: RE: Daumengrundgelenk

Hallo DaMuANNE,

letzte Woche war ich nun bei einem Handchirurgen. Dieser diagnostizierte eine minimal beginnende Arthrose. Als Therapie schlug er mir eine angepaßte Plastikbandage vor. Diese habe ich dann gleich machen lassen. Länger Rollstuhlfahren kann ich nicht damit, aber für Belastungsmomente hilft es doch. Des weiteren schlug er vor, Salbenverbände mit Voltaren zu machen. Ebenso sollte ich Eisbehandlungen machen. Das habe ich aber schon gemacht, hilft gar nicht. Nun muss ich mal schauen, wie das weitergeht.
liebe Grüße devanane


Beitrag (#6) von: Tobi03 am: 30.09.2008 23:17h

RE: RE: RE: RE: Daumengrundgelenk

Hallo Devanane!

Ich habe Arthrose in den Sprunggelenken. Mein Arzt sagte, ich solle bei Schmerzen sowohl Wärme als auch Kälte ausprobieren. Auch habe ich ein tens-Gerät bekommen welches mir bei der Anwendung und danach kurzzeitig Schmerzfreiheit beschert. Wenn Kälte nicht hilft, dann nehme eine Salatschüssel mit Erbsen, Rapssaat oder Getreide, erwärme dies im Backofen und knete dort die Hände drin.

Daß Du mit der Daumenschiene Dich schlecht im Rolli fortbewegen kannst ist nachzuvollziehen. Als (angehender) Orthopädiemechaniker ein kleiner Tip: Greifreifenüberzüge aus Silikonkautschuk. Damit hast Du mehr Haftreibung zwischen Hand und Greifreifen und kannst den Greifreifen "fingerschonender" anfassen.

Viele Grüße und gute Besserung
Tobi


Beitrag (#7) von: Floyd am: 02.10.2008 16:04h

RE: RE: RE: RE: RE: Daumengrundgelenk

Bei Arthrose und Gelenkserkrankungen hilft sehr gut die Teufelskralle. Gibt es als Tabletten und hat praktisch keine Nebenwirkungen. Ich hatte mal eine schlimme Schulter, das chemische Zeugs der Docs hat nur immer kurzfristig was bewirkt. Dank der Teufelskralle habe ich die Schulter langfristig wieder hinbekommen. Man muss so ein Präparat allerdings länger einnehmen (ein paar Wochen) damit es wirkt.


Beitrag (#8) von: Floyd am: 02.10.2008 16:22h

... noch ein Link:

Externer Linkhttp://www.heilkraeuter.de/lexikon/teufelskralle.htm

Meine Erfahrung ist, dass die Schulmedizin mit chronischen Erkrankungen nicht viel anfangen kann. Die Schulmedizin ist im Grunde eine reine Akutmedizin. Bei chronischen Sachen ist die Naturheilkunde oft die bessere Wahl, alleine schon wegen der geringeren Nebenwirkungen. Aber davon wollen die meisten Docs nichts wissen, da zählt oft nur die (teure und damit lukrative) Chemie ...


Beitrag (#9) von: devanane am: 03.10.2008 13:50h

RE: RE: RE: RE: RE: Daumengrundgelenk

Hallo Tobi03,

die Greifringe sind schon seit 4 Wochen beantragt, aber die Kasse hat bis jetzt noch nicht reagiert. Sowohl Kälte wie auch Wärme habe ich schon probiert. Da ich ein sehr verfrorener Mensch bin, hat mich die Kälte nicht so vorwärts gebracht. ;o) Momentan mache ich heiße Handbäder. Das geht am schnellsten und ist sehr angenehm. Danach reibe ich noch mit Kytta-Salbe ein. Das lindert wenigstens etwas.

lg devanane




 
 
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