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Thema: Ich stelle mich erstmal vor...3

Ich habe oft versucht, mich in die Lage meiner Mutter hineinzuversetzen…zu verstehen, wie es für sie als Frau ist, im Rollstuhl zu sitzen und mit all den Einschränkungen zu leben…wir standen uns sehr nah und ich hatte immer das Gefühl, es könnte genauso gut ich sein, die da sitzt. Das war manchmal ein extrem beklemmendes Gefühl für mich.
Naja, jedenfalls habe ich mich nun mal hier angemeldet, um möglicherweise mit anderen »Betroffenen« in Kontakt zu kommen, Betroffene in dem Sinne, dass auch sie behinderte Familienangehörige oder Freunde haben, oder eben dadurch, dass sie selbst behindert sind, auf welche Art auch immer. Vielleicht findet sich ja sogar jemand, der Erfahrungen mit MS gemacht hat. Meine Mutter lebt zwar nun nicht mehr, aber ich habe irgendwie das Bedürfnis danach, in dem Bereich »tätig« zu werden, irgendetwas zu verbessern, zu helfen…oder jedenfalls mich näher mit dem Thema auseinander zu setzen. Was oder wen genau ich suche und was ich erwarte weiß ich eigentlich auch nicht so genau. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich etwas zu »geben« hätte, dass ich gerne irgendwie helfen würde, oder zuhören, oder etwas dazu lernen, was und in welcher Form auch immer. Ich würde zum Beispiel sehr gerne an irgendwelchen Aktivitäten mitmachen, ehrenamtlich sozusagen. Gibt es nicht Leute die noch nach einer Begleitung für irgendetwas suchen, die sozialen Kontakt suchen, ich weiß es nicht…ich habe bei meiner Mutter die Erfahrung gemacht, dass sie nach einer Weile sehr stark vereinsamt war, was sicherlich auch an ihr selbst lag, da sie sich irgendwie abgekapselt hat. Aber ich denke, viele ihrer früheren Bekannten wussten einfach irgendwann nicht mehr, was sie quasi mit ihr anfangen sollen. Zu sehen wie sie da immer alleine bei uns zuhause saß (die Familie hatte sie natürlich noch, aber das ist ja nun mal nicht alles, man will ja doch auch mal andere Menschen sehen) war irgendwie sehr, sehr traurig.

von: Viktoria4 am: 20.11.2011 16:40h
Antworten: 2, Views: 296

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Beitrag (#1) von: HuckFinn am: 26.11.2011 13:32h

Hallo Viktoria,

der allererste und, meiner Meinung nach wichtigste Schritt, um Behinderten etwas zu geben, wie Du schreibst, ist der sich selbst frei zu machen vom Mitleid!
Ich habe den Eindruck, dass Du von Mitleid getrieben bist ... das hilft niemandem, Dir nicht und auch nicht dem, den es gilt.

Wenn mein Frau, die mich intensiv pflegt, das aus Mitleid tun würde, wäre sie schon lange am Ende und ich würde es dann auch nicht wollen.

LG, Huck


Beitrag (#2) von: Viktoria004 am: 27.11.2011 21:39h

RE:

Huck, ich schreibe dir dazu mal eine \"Message\".




 
 
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