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Experte für: 02 Urologie & Sexualität


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Frage 249:

Datum: 01.02.2008
Bin Paraplegiker (th2 )und 20 Jahre alt. Als ich
letztens mit meiner Freundin schlafen wollte haben wir zum ersten Mal Levitra
ausprobiert. Vorher haben wir meinen Penis quasi nicht mit einbezogen. Nach
ca. 1 h nach der Einnahme wurde der Penis nach längerem reiben ein wenig
steifer und flaute wieder ab, dies mehrfach hintereinander, bis er
schließlich einen Moment steif war, dies aber nur für ca. 5 Sekunden. Woran
kann das liegen ? Muss der Penis ständig Reibung erfahren um steif zu
bleiben (was er eigentlich hatte... )? Hatte als Dosis 10 mg Levitra
Tablette, ist also eine zu niedrige Dosis Grund für diesen "Fehlversuch" ?

Antwort:

Sie beschreiben nicht, wie sich Ihre Reflexerektion (also die Rektion auf
Reiben/Berühren des Gliedes hin) ohne Levitra verhält. Zu Erwarten ist bei
kompletter Lähmung Ihres Niveaus auf das Reiben hin eine zumindest
kurzzeitige Versteifung von wenigen Sekunden bis Minuten, die wiederholbar
sein sollte.

Mit Tabletten wie Levitra, Viagra oder Cialis lässt sich diese Zeit
erfahrungsgemäß verdoppeln oder verdreifachen.
Es ist gut, vor/bei der Einnahme keine großen Mengen fetter Speisen und nur
wenig Alkohol zu sich zu nehmen, damit das Medikament gut resorbiert (vom
Körper aufgenommen) wird.

Wenn Sie das alles beachtet hatten und ausgeschlossen ist, dass sie ein
"billiges" Nachahmerprodukt im Internet oder sonst woher gekauft haben,
macht es Sinn, beim nächsten Versuch die Dosis auf 20 mg zu verdoppeln bzw.
auf Viagra 50 oder 100 mg umzusteigen.

Die wiederholte und/oder fortgesetzte mechanische Reizung ist aber
unabdingbar für eine brauchbare Reflexerektion.
Hilft alles nicht, kann man nach urologischer Untersuchung (z. B. auch der
Penisdurchblutung) Schwellkörperspritzen erproben.



Frage 248:

Datum: 31.01.2008
Meine Freundin (ich und sie Querschnittgelähmt) hat sich einen ESBL
Resistenten E. coli Keim in der Blase eingefangen und hat derzeit Probleme
mit HWI's.

1. Kann ich mich damit auch leicht anstecken? Ein Urin Test mit Multistix
zeigt alle Testfelder negativ. Kann ich trotzdem der "Wirt" sein und sie
sich immer wieder von mir anstecken?

2. Wir desinfizieren die Toilette und Umgebung regelmäßig mit Bacillol. Wird
dadurch der Keim getötet?

3. Man hört manchmal, dass übermäßiges Desinfizieren solche resistenten Keime
züchtet. Kann das auch auf uns zutreffen?

4. Kann die Resistenz auch durch mehrmalige Antibiotikaeinnahme kommen? Umgehen kann
man das ja aber nicht wenn man gerade etwas anfällig ist, oder?

Antwort:

Beim Mann können sich solche hochresistenten ESBL-Keime zwar unbemerkt -
auch bei normalen Urinbefunden - in der Prostata aufhalten und (falls
Ejakulation möglich) mit der Samenflüssigkeit in die Scheide gelangen. Aber
es ist nicht besonders wahrscheinlich, dass sie für die Blasenbesiedelung der
Partnerin verantwortlich sind - abhängig von den Sexualpraktiken.

Umgekehrt ist es noch schwieriger, dass Sie sich aufgrund der langen
Harnröhre beim Mann mit den Blasenkeimen Ihrer Freundin anstecken. Trotzdem
sollten Sie ggf. vor einem Selbstkatheterismus nach dem Intimverkehr auf
jeden Fall Ihre Eichel und HR-Mündung gründlich desinfizieren und vor allem
die erforderliche Einwirkzeit von 1, 5 - 2 min wirklich einhalten.

Wegen der Bacillol-Wirkung auf den genannten Keim bitte den Hersteller
direkt anfragen, ggf. kann er auf Alternativen verweisen.

Der Resistenzdruck auf die Keime Ihrer Freundin dürfte eher auf wiederholte
Antibiotika-Behandlungen zurückzuführen sein als auf die
Umgebungs-Desinfektion, solange hygienische Fehler beim
Selbst-Katheterisieren vermieden werden.

Nicht jede Bakterienbeimengung im Urin muss bei QSL antibiotisch behandelt
werden, nur wenn eine hohe Zahl von weißen Blutkörperchen (Leukocyten) und
/oder Symptome einer Blasenentzündung oder Fieber gleichzeitig vorhanden
sind. Zur Vermeidung und Prophylaxe von HWI habe ich mich ja schon wiederholt
geoutet (siehe FAQs).




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