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Neuroregeneration

 

Inhalt:
Teil 1 - Forschungs-Meldungen»
Teil 2 - Durchbruch in der Querschnittlähmungs-Forschung»
Teil 3 - Hirnforschung in Zürich»
Teil 4 - Von Nervenfaser zu Nervenfaser»
Teil 5 - Christopher Reeve-Preis an Martin Schwab»
Teil 6 - Hoffnung auf den ersten Schritt»
Teil 7 - Neuro-Forschung der Hochschulen mit Novartis»
Teil 8 - Und sie wachsen doch»
Teil 9 - Institut für Hirnforschung»
Teil 10 - Jahresbericht 1998»
Teil 11 - Fusion in Zürichs Hirnforschung»
Teil 12 - Volldampf für Hirnforschung
Teil 13 - Topqualität und Exzellenz in der Forschung»
Teil 14 - Forscher Biographien»
Teil 15 - Weitere Infos»

Volldampf für Hirnforschung

Neurowissenschaftszentrum will eng mit Industrie zusammenarbeiten

Rund 70 Forschungsgruppen beschäftigen sich in Zürich mit neurowissenschaftfichenThemen. Ab Herbst soll die Hirnforschung von Uni, ETH und Spitälern in einem Zentrum für Neurowissenschaften zusammengefaßt und vernetzt werden.

In Zürich kann die Neuroforschung auf eine sehr lange Tradition zurückblicken: Eugen Bleuler prägte den Begriff Schizophrenie, Burghölzlidircktor August Forel - er ist auf der 1000-Franken-Note abgebildet -und Constantin von Monakow waren Pioniere der Neuroanatomie, und Walter R. Hess erhielt 1949 den Nobelpreis für Medizin. Kein Wunder, daß sich an Uni und ETH viele Wissenschaftler mit der Hirnforschung befassen.
Nun soll auf Initiative eines Arbeitskreises der Universität und ETH unter der Leitung von Martin Schwab der wissenschaftliche Austausch dieser Gruppen in einem Neurowissenschaftszentrum verbessert und intensiviert werden. "Viele Forschungsgruppen leiden an strukturellen Problemen. Beispielsweise sind manche Gruppen nur klein (3-4 Wissenschafter), oder der Chef der Gruppe hat als Oberarzt große klinische Verpflichtungen in einem Spital."
Sparbudget in Startphase

Das Neurowissenschaftszentrum - die feierliche Eröffnung ist am 16.Oktober geplant wird als ersten Schritt einen Doktoranden-Ausbildungslehrgang in Neurowissenschaften anbieten und den Informationstransfcr mittels Symposien verbessern. Zwei Stellen (Koordinator und Sekretariat) sind für die Startphase vorgesehen, finanziert werden sie von ETH und Uni. "Wir hoffen, daß wir in den nächsten Jahren ein eigenes Forschtingsbudget von zwei bis drei Millionen Franken erreichen können, zum Beispiel durch Beiträge von Nationalfonds, Stiftungen und Industrie."
Stichwort Industrie: Für Martin Schwab soll die Zusammenarbeit mit der angewandten Forschung, gerade im Bereich Medizin und Mikroelektronik, einen wichtigen Stellenwert erhalten. "Aber wir verkaufen unsere Seele nicht und werden zu keinem Dienstleistungsbetrieb von Pharma- oder Softwareunternehmen", winkt er etwelche Bedenken ab.
Einen hohen Stellenwert hat auch die PR-Arbeit. "Uni und ETH haben in der Vergangenheit viel zu wenig mit der Offentlichkeit kommuniziert. Wir werden die Öffentlichkeit laufend über unsere Projekte und Ergebnisse informieren und auch die Leute vorstellen, die dahinterstecken."
Die neurowissenschaftliche Forschung in Zürich verteilt sich auf verschiedene Schwerpunkte: auf die Grundlagenforschung im Bereich Zell- und Molekularbiologie, wo auch schon Gentechnologie eingesetzt wird, oder bei der Erforschung von Hirnkrankheiten. Hier stehen Parkinson, Multiple Sklerose, Alzheimer und Creutzfeldt-Jacob-Krankheit im Vordergrund. Gerade bei dieser Krankheit konnte an der Universität Zürich der Zusammenhang zwischen Creutzfeldt-Jacob und Rinderwahnsinn (BSE) geklärt werden.


Stefan Hohler
Tagblatt der Stadt Zürich, 2. April 1998


Quelle: Externer Linkhttp://www.neurozh.ch/

 

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