Medizin und Wissen

SPEZIAL
Neuroregeneration
Inhalt:
Teil 1 - Forschungs-Meldungen
Teil 2 - Durchbruch in der Querschnittlähmungs-Forschung
Teil 3 - Hirnforschung in Zürich
Teil 4 - Von Nervenfaser zu Nervenfaser
Teil 5 - Christopher Reeve-Preis an Martin Schwab
Teil 6 - Hoffnung auf den ersten Schritt
Teil 7 - Neuro-Forschung der Hochschulen mit Novartis
Teil 8 - Und sie wachsen doch
Teil 9 - Institut für Hirnforschung
Teil 10 - Jahresbericht 1998
Teil 11 - Fusion in Zürichs Hirnforschung
Teil 12 - Volldampf für Hirnforschung
Teil 13 - Topqualität und Exzellenz in der Forschung
Teil 14 - Forscher Biographien
Teil 15 - Weitere Infos
Forscher Biographien
Prof. Dr. Martin E. Schwab
Prof. Dr. Schwab studierte in Basel Zoologie. Nach Zwischenstationen am Biozentrum in Basel, als Visiting scientist an der Harvard Medical School in Boston und als Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München kam er 1985 ans Institut für Hirnforschung der Universität Zürich, zuerst als außerordentlicher und seit 1995 als ordentlicher Professor. Derzeit ist er zudem Codirektor des Instituts. Er gehört zu den Mitgliedern des Gründungsausschusses für das Zentrum für Neurowissenschaften, und seit 1999 ist er auch ordentlicher Professor für Neurowissenschaften an der ETH Zürich. Es handelt sich dabei um eine Doppelprofessur mit der Universität. Für seine Forschungen auf dem Gebiet der Regeneration verletzter Nervenbahnen hat Martin Schwab schon mehrfach Preise erhalten, darunter den bedeutendsten schweizerischen Wissenschaftspreis, den Marcel-Benoist-Preis (1994). 1996 erhielt Martin Schwab den erstmalig verliehenen Christopher Reeve-Preis.
(Quelle:
http://www.unicom.unizh.ch/)
Adresse:
Institut für Hirnforschung Zürich
Departement Neuromorphologie
ETH und Universität Zürich
Winterthurerstrasse 190
CH - 8057 Zürich
Web-Adresse:
http://www.unizh.ch/hifo/
eMail: schwab@hifo.unizh.ch
Hoffnung für Querschnittgelähmte
Professor Martin Schwab, Co-Direktor des Instituts für Hirnforschung, befaßt sich mit der Frage, wie sich verletzte Nervenfasern im Rückenmark wieder aktivieren lassen. Er konnte nachweisen, daß die bisherige Erklärung, wonach es verletzten Nervenfaserbahnen in Rückenmark und Gehirn an wachstumsstimulierenden Faktoren mangle, nicht ausreichend war. Zusammen mit seinem Team gelang es ihm, in den Hüllen von Nervenfasern Eiweiße zu eruieren, die Wachstum und Regeneration aktiv hemmen. Die Spezialisten um Martin Schwab entwickelten erfolgreich Antikörper gegen diese Hemmfaktoren: Es gelang ihnen, verletzte Nervenfasern im Rückenmark von Ratten nachwachsen zu lassen. Nun ist das Team zusammen mit einer Arbeitsgruppe um Professor Bregman von der Georgetown University in Washington D. C., USA, sowie mit einer Gruppe des Paraplegikerzentrums Balgrist daran, das Verhalten von rückenmarkverletzten Ratten zu studieren, die mit Antikörpern gegen die Wachstumshemmstoffe behandelt wurden. Bis querschnittgelähmte Menschen von den Erkenntnissen profitieren können, bedarf es weiterer Versuche sowie der erfolgreichen Entwicklung eines Antikörpers, der sich bei Menschen anwenden läßt. Für seine Forschungen wurde Martin Schwab 1996 mit dem Christopher Reeve-Preis und 1994 mit dem Preis der Marcel-Benoist-Stiftung ausgezeichnet.
Quelle:
http://www.upd.unizh.ch/review/heads-d.html
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