Schmerz

SPEZIAL | 01.08.2000
Schmerz
Das einzig wichtige Problem: Wie kann man das menschliche Leid vermindern?
Der Schmerz ist eine natürliche Reaktion des menschlichen Organismus. Schmerz ist keine eigenständige Krankheit, sondern meist das Symptom einer Erkrankung. Seine biologische Aufgabe ist es, durch das Schmerzsignal ernste Erkrankungen und körperliche Schäden abzuwenden. Damit kommt dem akuten Schmerz eine notwendige, mitunter lebenswichtige Schutz- und Signalfunktion zu.
Inhalt:
Teil 1 - Wie entsteht Schmerz?
Teil 2 - Behandlung
Teil 3 - Wo gibt es Spezialisten?
Teil 4 - Wo kann ich mich weiter informieren?
Wie entsteht Schmerz?
Es sind die Nozizeptoren, schmerzempfindliche Nervenempfänger, die als freie Nervenendigungen überall im Gewebe und auf der Haut verteilt liegen, die den Schmerzreiz aufnehmen. Vom Ort der Gewebeschädigung wird er durch sensible Nervenfasern zum Rückenmark gesendet, dort vom peripheren auf das zentrale Nervensystem übertragen und schließlich an den Thalamus im Gehirn weitergeleitet. Hier, in dieser Schaltzentrale, werden alle Nervenreize des Körpers erfasst, verarbeitet und bewertet. Die wechselseitige Erregung verschiedener Hirnabschnitte ist es letztlich, die zur Schmerzempfindung und zu den damit verbundenen vielfältigen körperlichen und seelischen Reaktionen führt.

Die eigentliche Reizleitung erfolgt zum einen durch chemische Botenstoffe (Neurotransmitter) von einer Nervenzelle zur anderen. Im Nerv selbst erfolgt die Weiterleitung über elektrische Impulse, die sogenannten Aktionspotenziale. Ist der Schmerzreiz im Gehirn angelangt, erfolgen über absteigende Nervenbahnen die Reaktionen unseres Körpers.
Über diese Mechanismen versucht man zu verschiedenen Therapie-Ansätzen zu gelangen. Die Grundlagenforschung ist noch in vollem Gange und zeitigt auch schon erste Erfolge.
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