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Schule, Beruf & Studium

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ARBEIT & BERUF

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Technische Berufe

 

Hier gibt es Informationen über technische Berufe, wie staatlich geprüfte(r) Bautechniker/in, Industrieelektroniker/in,
IT-System-Elektroniker/in, Kommunikationselektroniker/in u.a.

Inhalt:
Teil 1 - Bautechniker/in
Teil 2 - Industrieelektroniker/in»
Teil 3 - IT-System-Elektroniker/in»
Teil 4 - Kommunikationselektronikerin»
Teil 5 - Qualitätsfachmann/frau»
Teil 6 - Technischer Zeichner/in»

Bautechniker/in

Bautechniker/in, staatlich geprüft

Ein attraktives Ausbildungsangebot im Rahmen einer beruflichen Rehabilitation an der Fachschule für Technik. Erfahrene Baupraktiker mit Fachschulabschluß sind in der Bauwirtschaft geschätzte und gesuchte Mitarbeiter. Das Berufsförderungswerk Hamburg qualifiziert seit 30 Jahren Männer und Frauen aus dem Baugewerbe zu staatlich geprüften Bautechnikern/innen für verantwortungsvolle Aufgaben im Hoch- und Tiefbau. Bautechniker/innen werden als mittlere technische Führungskraft in Planung, Durchführung und Verwaltung eingesetzt. Sie arbeiten bei Bauunternehmen, Behörden und Zweckverbänden, in Architektur- und Ingenieurbüros sowie bei Wohnungsbaugesellschaften und in Bauabteilungen von Unternehmen und im Vertrieb.

 

Die Ausbildung

Im Laufe des fächerübergreifenden, handlungsorientierten Unterrichts erwerben die Teilnehmer die persönlichen und fachlichen Kompetenzen für einen erfolgreichen Einstieg in das mittlere, technische Management. Angeleitet von lehr- und praxiserfahrenen Architekten/innen und Diplomingenieuren/innen werden in kleinen Teams Projekte des Hoch- und Tiefbaus bearbeitet. Zur beruflichen Kompetenz eines Technikers gehört heute unbedingt auch der sichere Umgang mit den elektronischen Arbeitsmitteln (EDV/CAD). Jeder Ausbildungsplatz ist deshalb mit einem eigenen Rechner ausgestattet. Versierte Fachkräfte geben die Einweisung und unterstützen bei der Anwendung.

 

Grundlagen:

Deutsch, Englisch, Mathematik, Politik.

 

Baubetrieb:

Grundzüge des Vertragsrechts, Genehmigungsverfahren, Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB), Ausschreibung - Vergabe - Abrechnung (AVA), Kalkulation, Ablaufplanung.

 

Bautechnische Berechnungen:

Statik, Wärmeschutz, Schallschutz, Brandschutz, Vermessung, Bemessung von Mauerwerk, Bemessung von Holz-, Stahl- und Stahlbetonteilen.

 

Baukonstruktion:

Zeichnen und Konstruieren, Projektbearbeitung, Details, Bauen im Bestand, Bauinstandsetzung und Modernisierung, Baustoffe und Bauteile.

 

Kanalisation und Straßenbau

 

Betonprüfung (als Zusatzqualifikation)

 
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Die Voraussetzungen

Es werden der Hauptschulabschluß und eine abgeschlossene Lehre in einem der unten aufgeführten Bauberufe vorausgesetzt. Die Interessenten/innen sollen über eine gut durchschnittliche Begabung und technisches Verständnis sowie mindestens zweijährige praktische Tätigkeit im erlernten Beruf verfügen.

 

Zugangsberufe

Asphaltbauer/in, Ausbaufacharbeiter/in, Backofenbauer/in, Bauschlosser/in, Baustoffprüfer/in, Betonwerker/in, Bauzeichner/in, Betonfertigteilbauer/in, Beton- und Stahlbetonbauer/in, Brunnenbauer/in, Dachdecker/in, Estrichleger/in, Feuerungs- und Schornsteinbauer/in, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in, Gerüstbauer/in, Gleisbauer/in, Hochbaufacharbeiter/in, Isolierer/in, Isoliermonteur/in, Kachelofen- und Luftheizungsbauer/in, Kanalbauer/in, Konstruktionstechniker/in, Maurer/in, Metallbauer/in, Stahlbauschlosser/in, Steinmetz/in, Steinmetz- und Steinbildhauer/in, Straßenbauer/in, Straßenbautechniker/in, Stukkateur/in, Tiefbaufacharbeiter/in, Trockenbaumonteur/in, Vermessungstechniker/in, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in, Wasserbauwerker/in, Zimmerer/in.

 

Die Tätigkeiten im einzelnen

Bautechniker/innen sind in der Planung tätig. Von der Grundlagenvermittlung bis zur Genehmigung von Bauvorhaben, in Verwaltung, Beratung und Vertrieb. Sie arbeiten in der Ausführung als Bauleiter bei der Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung (AVA) sowie bei der Baubetreuung. Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Bauunterhaltung, dazu gehören Betrieb, Instandsetzung sowie das Bauen im Bestand. Auch im Umweltschutz werden Bautechniker/innen eingesetzt:
- bei der Verkehrsberuhigung
- beim Gewässerschutz
- beim ökologischen Bauen.

 

In der Planung

- Bearbeitung der konstruktiven Planung und Berechnung, der Kostenermittlung, der Kalkulation und Massenberechnung
- zeichnerische Detailbearbeitung
- Aufstellung von Leistungsverzeichnissen
- Einholen von Angeboten
- Schriftverkehr
- Mitwirkung bei Genehmigungs- bzw. Prüfverfahren

 

In der Bauleitung

- Einsatzplanung von Arbeitskräften und Geräten
- Planung der Baustelleneinrichtung und Arbeitsvorbereitung
- Erstellen von Mengenberechnungen und Materialanforderungen
- Terminplanung und -überwachung
- Anfertigen von Aufmaß- und Abrechnungsunterlagen
- Überwachen von Bau- und Fertigungsabläufen
- Erstellen von Protokollen
- Führung des Bautagebuchs
- Aufstellen oder Prüfen von Belegen und Rechnungen
- Mitwirken bei Abnahmeverfahren

 

In der Verwaltung und im Vertrieb

- Mitwirkung bei der Erarbeitung von Raumprogrammen
- Auswertung von Ausschreibungen
- Vorbereitung von Verträgen
- sachliche und fachliche Prüfung von Rechnungen, Belegen und Nachweisen
- Feststellung von Baumängeln
- Veranlassung von Maßnahmen zur Bodensanierung, Instandsetzung, Mängelbeseitigung
- Teilnahme an Verhandlungen, Verkaufs- und Beratungsgesprächen

Diese Vielseitigkeit des Berufsbildes fördert die Zufriedenheit im neuen Beruf genauso wie der Fakt, daß die/der Rehabilitand/in im Berufsfeld bleibt und die Kenntnisse des Vorberufes einbringen kann.

 

Die Arbeitsplatzchancen

Bautechniker/innen sind sehr gefragte Mitarbeiter/innen im mittleren Baumanagement. Auch langfristig bietet dieser Beruf eine sehr gute berufliche Perspektive. Die Vermittlungsquoten sowohl für Hoch- als auch Tiefbautechniker/innen sind hervorragend. In wissenschaftlich durchgeführten Nachbefragungen der Absolventen von 1990, 1992, und 1994 waren fast 93% der Rehabilitanden/innen - 8, 6, bzw. 4 Jahre nach Ausbildungsende - in Arbeit. Das heißt, sie sind langfristig im Arbeitsmarkt integriert. Außerdem handelt es sich um einen gesellschaftlich sehr angesehenen Beruf mit entsprechend guten Verdienstmöglichkeiten. Auch rehagerechte Arbeitsplätze sind für diese Qualifikation in ausreichendem Maße vorhanden.

Die Ausbildung an der staatlich anerkannten Fachschule für Technik - Fachrichtung Bautechnik - im Berufsförderungswerk Hamburg orientiert sich an den 1997 neu gefaßten Richtlinien des Amtes für Schule. Sie dauert 24 Monate und wird mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen. Ein 4-wöchiges Betriebspraktikum ist integriert. Mit dem Abschluß erwirbt der/die Absolvent/in die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfte/r Techniker/in" und die Fachhochschulreife der Freien und Hansestadt Hamburg.

Quelle: Berufsförderungswerk Hamburg GmbH

 

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